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Aufruf zur Europawahl

Die Mitglieder aller Fraktionen in der Stadtverordnetenversammlung von Rödermark rufen gemeinsam zur Wahl des europäischen Parlaments auf.

 

Nicht vergessen, am 26.Mai 2019 wird gewählt.

Bernd Barutta - Kandidat für Europawahl

Hubert Aiwanger beim Wahlkampfauftakt

Unser Mitglied Bernd Barutta startet auf Listenplatz 4 für die Europawahl am 26. Mai 2019.

Zu seinem Wahlkampfauftakt hatte er Hubert Aiwanger, den stellvertretenden Ministerpräsident von Bayern nach Hirschberg eingeladen. Auch die Nr.2 der Liste, Engin Eroglu (Vorsitzender FW Hessen) folgte neben vielen anderen namhaften Persönlichkeiten der Einladung. Eine kleine Delegation aus Rödermark nahm an der Veranstaltung teil und verfolgte vor allem dem sehr interessanten Vortrag von Minister Hubert Aiwanger. Er spannte einen Bogen von der Kommunalpolitik über regionale Projekte bis hin zu Bundes- und Europapolitik.

Die jüngsten Erfolge der FREIEN WÄHLER machen Mut für die Europawahl und auch für die kommenden Landtagswahlen in den neuen Bundesländern. Hubert Aiwanger kam immer wieder auf die Wurzeln der FREIEN WÄHLER in der Kommune zurück, in denen die FW in den meisten Bundesländern sehr erfolgreich sind und mittlerweile auch viele Bürgermeister stellen. Gerade am vergangenen Wochenende wurde in Trebur der FREIE WÄHLER Kandidat im ersten Wahlgang zum Bürgermeister gewählt.

Am Rande der Veranstaltung ließ es sich Peter Schröder nicht nehmen, dem bayrischen Minister zu seinem Erfolg bei der Landtagswahl im vergangenem Jahr zu gratulieren und diskutierte mit ihm über Kommunalpolitik.

Siehe auch Bildergalerie

Büttenrede

Ein Kommunalpolitiker in der Bütt
Das ist ja wohl ein Narrenstück 
Mag manch einer von Ihnen denken
Auch ich hatte, ich gesteh’s – Bedenken
Vor 2 Jahren hatte ich mein Debut
Auf der Bulauhöhe in de Bütt
* Mach doch mal 'ne Büttenrede,
in der es richtig bumst und kracht,
Nicht immer nur so Witze, blöde,
Sondern mal, was Tag und Nacht
-Passiert so in der Politik.
Auch etwas über die Partei,
Oder manches tolle Stück
Was anstell‘n unsre Kandidaten!
Auf Sowas tun die Leute warten,
So etwas gehört da rein.
So muss 'ne Büttenrede sein!
So stand es damals in meinem Buch
Im letzten Jahr begann mein Spruch:
 ‚N Guten Abend allerseits
ich sehe schon: ihr sitzt bereits
auf dass ich euch jetzt gleich erheit’re
deswegen folgt jetzt alles weit’re
denn Liebe, Leben, Politik
fasse ich jetzt in meinen Blick
jedoch: je mehr ich es bedenke
weiß ich, dass ich mich doch beschränke
auf das, was wirklich spendet Trost
in diesem Sinne erstmal: Prost!

......

Die gesamte Büttenrede von Peter Schröder hier im Download

 

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Ein Kommunalpolitiker in der Bütt.pdf
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FWR Neujahrstreffen 2019 Rückblick v. S. Kupczok

2018 liegt nun hinter uns – ein durchwachsenes Jahr!   
Wie viele von Ihnen wissen, hielt es für mich persönlich einige gesundheitliche Probleme bereit, für die FREIEN WÄHLER aber den seit Jahren gewohnten Gegenwind von der schwarz/grünen Koalition.
„Optimismus auf harten Oppositionsbänken“ überschrieb die Offenbach Post sehr treffend den Bericht über den Start der FWR in das Jahr 2018. Diesen Optimismus brauchen die FWR tagtäglich in reichlichem Maße. Es ist manchmal nicht nachvollziehbar wie die Koalition Anträge der FWR abschmettert und sich dabei gegen das eigene Schienbein tritt.
Die FWR hatten sich gleich zu Jahresbeginn Themen gewidmet, die dringend einer Lösung bedürfen und diese mit Anträgen wieder auf die aktuelle Tagesordnung gebracht. Bei dem FWR Antrag, der Magistrat möge sich dafür einsetzen, dass Rödermark zusätzlich zu der anerkannt guten Oswald-von-Nell-Breuning-Schule ein Gymnasium bekommt, äußerten sich die CDU-Spitzen über die Presse in gleicher Richtung. Ein Gymnasium sei dringend notwendig und man werde nicht müde bei dem Schulträger darauf zu dringen hieß es. Die gleichen Herren äußerten sich zur gleichen Zeit in den Ausschusssitzungen aber gegen den FWR Antrag!! Im Mai stimmten sie dann einer interfraktionellen Resolution mit der Forderung nach einem Gymnasium für Rödermark aber zu. Wie von den FWR vorhergesehen verpuffte diese Resolution völlig wirkungslos. Daher stellten die FWR ihren Antrag im August erneut zur Abstimmung – jetzt war die CDU mit ihrem Koalitionspartner wieder dagegen. Und wenig später stand die Forderung nach einem Gymnasium bei dem CDU Bgm.-Kandidaten plötzlich an oberster Stelle!?
Bei diesem Schlingerkurs müssten die Herren der CDU doch eigentlich seekrank werden!! Was allem die Krone aufsetzt ist, dass sich die CDU in der Presse damit brüstet, schon ein Gymnasium gefordert zu haben als es die FWR noch gar nicht gab. Stimmt! Seit über 10 Jahren im Wahl-programm aber immer dagegen gestimmt. Das Schienbein muss doch richtig wehtun, bei so heftigen Tritten!
Ein weiterer Antrag betraf die Verkehrsentlastung für Urberach – ein Thema, das ohne die Initiative der FWR wohl in einen Dornröschenschlaf verfallen wäre. Bereits Ende 2016 hatte der Bund den Verkehrswegeplan 2030 mit Finanzierung beschlossen. Darin als vordringlich enthalten eine Ortsumgehung für Urberach. Keinerlei Info darüber von der Verwaltungsspitze an das Parlament.   Der FWR Antrag, der Magistrat möge sich um eine wirkungsvolle Verkehrsentlastung für Urberach kümmern, wurde mit unrichtigen Argumenten abgelehnt. Die FWR hatten nie gefordert, die Planung des Bundes 1:1 umzusetzen, sondern nur, sie  in Überlegungen mit einzubeziehen.
Schwarz/Grün will stattdessen gemeinsam mit Bgm und Erstem Stadtrat nach 45 ergebnislosen Jahren die K/L-Trasse wieder aufleben lassen. Mehrfach abgelehnt von Hessen Mobil, Kreis Darmstadt und Gemeinde Messel ist diese Lösung heute völlig unrealistisch. Hier wird den Bürgern lediglich Sand in die Augen gestreut und ein Problem auf den Sankt Nimmerleinstag verschoben. Am 02.05.2018 wurde der Magistrat mit einem interfraktionellen Antrag beauftragt, mit den Behörden Vorschläge für eine wirkungsvolle Verkehrsentlastung zu erarbeiten. Dabei sollen sämtliche Varianten geprüft werden. Binnen 6 Monate (=02.11.2018) ist über den Sachstand zu berichten. Inzwischen sind 8 Monate vergangen – Bericht Fehlanzeige!!
FWR-Anfragen bezgl. der Probleme Schranken-schließzeiten in Ober-Roden, Zustand der Straßen in Rödermark und Toilettenanlage am Bahnhof O-R wurden von der Verwaltung nur teilweise und in wesentlichen Punkten gar nicht beantwortet.
Wie eingangs gesagt, man braucht reichlich Optimismus, um in Rödermark auf der Oppositionsbank im Sinne aller Bürger zu agieren. Ein Trostpflaster gab es aber doch. Der FWR Antrag das ÖPNV Fahrplanheft für Rödermark wieder aufleben zu lassen wurde von der Verwaltung zügig umgesetzt.
Zum Jahresende durfte man auch noch etwas „Schildbürgerhaftes“ erleben. Mit großer Geheimhaltung wurde versucht die Renaturierung von sage und schreibe 60m Rodau an der Rilkestr. vorzubereiten. Keine Kosten schienen dafür zu hoch! Für ein paar Quadratmeter Landerwerb wollte man einen Nachtragshaushalt mit 420.000 Euro neuen Schulden einbringen. Dazu wären bestimmt noch ca. Euro 200.000 für den Umbau der Rodau gekommen. Aber es wurde nichts daraus – der Eigentümer verkauft gar nicht!! So etwas sollte man eigentlich vorher geklärt haben. Doch so bleibt wenigstens Rödermark eine Erhöhung des Schuldenberges erspart.
Von den Koalitionären hörte man seit April nichts außer destruktivem Handeln. Die bevorstehenden Bgm-Wahlen nahmen wohl die ganze Aufmerksamkeit in Anspruch – schließlich geht es ja um Posten! Nicht so bei den FWR, die keinen Kandidaten ins Rennen schicken, sich aber frühzeitig festgelegt haben, den parteilosen Kandidaten Dr. Karsten Falk zu unterstützen. Die Kandidaten der CDU und AL/Die Grünen stehen für ein weiter so wie gehabt in Rödermark. Was aber dringend gebraucht wird, ist ein frischer Wind und da ist Dr. Falk mit Sicherheit der richtige Mann, kompetent, motiviert und keiner Ideologie oder Parteidisziplin verpflichtet.
Nun aber Schluss mit der Politik. Die FWR sind ja auch ein geselliger Haufen, wie man heute wieder sieht. Der traditionelle Sommerausflug konnte in diesem Jahr aus organisatorischen Gründen leider nicht stattfinden. Dafür aber besuchte man im September das Funkhaus des Hessischen Rundfunks, wo die Teilnehmer eine sehr informative Führung geboten bekamen. Das Highlight dieses Tages war aber dann doch das gemeinsame Abendessen mit gutem Stöffche in Sachsenhausen. Die jährliche Haushaltsklausurtagung der FWR  im Herbst musste entfallen, da der Kämmerer den Haushalt später als geplant erst Mitte Dezember im Parlament einbrachte. Dafür trafen sich Mitglieder, Partner und Freunde zahlreich zu einem Gänseessen hier im Naturfreundehaus Bulau – ein schöner Ersatz für eine ausgefallene Klausurtagung!!                         
Die Mitgliederversammlung im November verlief harmonisch. Es standen keine Vorstandswahlen an, aber auch so brachten die Mitglieder ihre Anerkennung für die von Vorstand und Fraktion geleistete Arbeit zum Ausdruck. Die Kassenprüfer lobten die gute, transparente Kassen- und Buchführung unseres Schatzmeisters Gerd Gries und werden auch 2019 wieder die Kassenprüfung vornehmen.
Ja, so haben wir wieder ein Jahr erfolgreich hinter uns gebracht. Es war oft mit Ecken und Kanten versehen, aber unsere Motivation, uns für die Bürger und Bürgerinnen Rödermarks mit voller Kraft einzusetzen, hat darunter nicht gelitten. So gehen wir auch mit großem Optimismus in das Jahr 2019 und sehen gespannt dem entgegen was es uns bieten wird.

Weihnachtsgruß

 

FREIE WÄHLER Rödermark wünschen allen Mitgliedern und Freunden

 

FROHE WEIHNACHTEN

und

ALLES GUTE im Neuen Jahr.

 

 

Weihnachtsgrüße von Dr. Karsten Falk (unabhängiger Bürgermeisterkandidat)

 

 

Ahmadiyya Charity Walk eine Männerdomäne

FWR mahnen Achtung vor Gleichstellung der Geschlechter an

Es ist ein guter Brauch, dass die Ahmadiyya Gemeinden deutschlandweit einmal im Jahr einen Charity Walk veranstalten und die Startgelder und Spenden ihrer Mitglieder für soziale Zwecke an lokale Vereine und Körperschaften verteilen. Dies gilt es ausdrücklich zu loben und es wäre schön, wenn sich in dieser Hinsicht von anderen ethnischen und/oder religiösen Gruppen Nachahmer finden würden. Leider aber hat für die FWR diese Veranstaltung einen nicht erwünschten Beigeschmack. Wie in dem Bericht der Offenbach-Post vom 02.10.2018 über dieses Ereignis zu lesen war Zitat :“können islamische Mädchen bis 13 Jahren bei den Kindern mitlaufen – danach werden sie von den Läufen ausgeschlossen“.

Ein für das deutsche Verständnis  nicht nachvollziehbares Ausschlussprinzip. Wie soll die vielbeschworene Integration gelingen, wenn unsere ausländischen Mitbürger Hindernisse dafür aufbauen. Der FWR-Pressesprecher hat sich dieserhalb mit einem der Organisatoren des Charity-Walks in Verbindung gesetzt und die Vorbehalte der FWR dargelegt. Es wurde argumentiert, dass es im Islam eine auf dem Koran basierende Regel gibt, die eine generelle Trennung von Aktivitäten von Männern und Frauen in der Öffentlichkeit vorschreibt. Die Frauen in der Ahmadiyya Gemeinde seien absolut gleichberechtigt, möchten aber bei sportlichen Aktivitäten unter sich bleiben. Der Islam darf aber nicht über dem Grundgesetz stehen. Eine der wichtigen Grundsätze der Ahmadiyya Gemeinden weltweit ist die vollständige Anerkennung der Gesetze des Gastlandes. Die FWR begrüßen diesen Grundsatz ausdrücklich, müssen aber fragen, ob er auch in diesem Fall angewendet wurde. Artikel 3 des Deutschen Grundgesetzes garantiert den Geschlechtern Gleichheit. Es darf und kann nicht sein, dass Frauen von öffentlichen Aktivitäten – welcher Art auch immer- ausgeschlossen werden. Es wäre schön gewesen, wenn Bürgermeister Kern, der als Starter beim Charity-Walk fungierte, sich vorab informiert und auf die Veranstalter entsprechend eingewirkt zumindest jedoch zu  diesem Thema vor Ort einige angemessene Worte gesagt oder vor dem Hintergrund des Ausschlusses von islamischen Frauen sein Kommen abgesagt hätte. Integration und Völkerverständigung werden nur erreicht werden und funktionieren wenn dafür von keiner Seite künstliche Hürden aufgebaut werden.

Büttenrede FWR Neujahrstreff

 ‚N Guten Abend allerseits
ich sehe schon: Ihr sitzt bereits
auf dass ich euch jetzt gleich erheit’re
deswegen folgt jetzt alles weit’re
denn Liebe, Leben, Politik
fasse ich jetzt in meinen Blick
jedoch: je mehr ich es bedenke
weiß ich, dass ich mich doch beschränke
auf das, was wirklich spendet Trost
in diesem Sinne erstmal: Prost!

Im letzten Jahr tat ich von diversen
Bürgermeister Kandidaten berichten.
Amüsierte Euch mit frechen Versen
und anzüglichen Geschichten.
   Normal hab' ich dafür kein Geschick:
   Ich sag' nichts über Politik.
Doch dieses Mal hab ich eine andere
Truppe vor meinen allsehenden Augen.
Zu den Freunden der CDU werd‘ ich jetzt wandere.

 

Ihr Leut ihr werd‘ es mir kaum glauben.
Die schwarzen Wähler hier in Rödermark
fühlten sich vor einem Jahr nicht mehr so stark.
So saßen im Keller der Turngemeinde
die ehemaligen Prinzen, wohl Eppertshäuser Feinde
und schmiedeten spätnachts noch Pläne:
Wie kriegen wir den Stadtrat wieder auf die Beene?
Da sollt doch tatsächlich einer vom Nachbarort
als Bürgermeister regier‘n in unser‘m Ort.
„Du Sascha, du bist doch der Protokollant,
bist mit dem Stadtrat, unserem Ex-Prinzen gut bekannt-
In de Bütt da hören dir alle zu
dich kennt ein jeder im ganzen Rodautal,
sprich zu den Wählern der CDU:
Sie sollen wählen, nur dieses Mal-
du rufst es laut von der Narren-Bühne-
geht alle hin zur Bürgermeisterwahl
und macht euer Kreuz beim Roland, von de Grüne„.
Wir werden dann in nur 2 Jahren
unseren Ex-Prinzen Jörg I. proklamieren
zum Bürgermeister, dem Wahren,
den können wir dann gratulieren.
Der Sascha sprach es 3-mal vor vollem Saal,
das Narrenvolk gehorchte in den tollen Tagen
und applaudierte minutenlang  jedes Mal.
Wie die Wahl ausging muss ich euch ja nicht mehr sagen.
   Ich hab' mit so was niemals Glück:
   Ich sag' nichts über Politik
So ist die Welt des Narrentums,
die Welt sie dreht und Narren laufen dumm herum.
Die Bankenwelt hatte vor Jahren ihre Krise,
man sprach von Wertverlust, von Dividendenschwund und gar von Miese.
Und Rödermark ist eine arme Stadt
in unserem reichen Hessenlande.
Ich habe es jetzt langsam satt,
was für eine blamable Schande.
Wo seit Jahren das gewinnbringende Gewerbe
nur nach Eppertshausen wird verlagert,
wundert man sich im Bürgermeisteramt,
dass die Stadt finanziell so abgemagert.
Der Magistrat hat die Trends nicht erkannt
und Schulden angehäuft wie kein anderer,
unter den Rettung-Schirm schlüpfte unsere Stadt
wir müssen sparen, sprach der Kämmerer.
Aber wie schaffen wir das nur -
der Konkurs war fast schon angekündigt,
doch vom Sparen keine Spur.
Die Bürger wurden kurzer Hand mal schnell entmündigt.
Gebühren erhöht und Steuern rauf
so ging es seinen gewohnten Lauf.
Dann stieg mehrmals aus der Rodauquelle
die gute Fee und stellte auf die Schnelle 
Millionen € von Land und Bund bereit,
die in die Kasse des Bürgermeisters reingeschneit.
Urberach wird frisch begrünt heuer,
Ober-Rodens Ortskern wird erneuert,
ein Feldschütz schnell mal angeheuert,
Jägerhaus, das helle Gemäuer
ist eigentlich nur ‘ne alte Scheuer -
zu renovieren wird auch teuer,
helfen könnt‘ da nur ein Feuer
oder ein anderes Ungeheuer.
Das Vereins-Schwimmen wird sehr teuer,
der Bürgermeister ist kein Neuer,
die Bürger zahl‘n die Straßensteuer.
Ich halte davon nicht ein Stück
Ich sag' nichts über Politik

Von unsrer Stavo-Versammlung erwähne ich nur das wesentlichste.
Letztes Jahr gab‘s keine Haushaltsberatung.
doch der Sprecher von der Anderen Liste,
er sitzt stets in der ersten Reihe,
möcht immer unsere Anträge negativ kommentieren.
Meist fehlen ihm dann die sachlichen Argumente,
wenn kein Photovoltaik ist im Spiel
führt seine Rede nicht zum Ziel.
Er erinnert dann die FREIEN WÄHLER
gerne an die Sitzung vor 3 Jahren im März.
Auf meiner Strichliste gibt‘s dann immer einen Zähler -
ihr Leut‘ das ist fürwahr kein Scherz.

Wir waren damals bei Haushaltsberatungen
vor der Abstimmung aus dem Saal gegangen.
Das war keine politische Finesse,
wir hatten plötzlich ein dringendes Verlangen
und während der Abstimmung auf‘m Topf gesesse.
Der S. G. von der AL hat das net vergesse
und hat bei jeder ordentlichen Stavo
statt sachliche Argumente zu benutze,
wieder und wieder dran erinnert - bravo,
es gern genutzt, um die Opposition runter zu putze.
Doch er bessert sich, der Gerl,
er ist ja auch ein netter Kerl. 
Denn im Jahr, welches gerade abgelaufen,
kamen nur 3 Striche auf meinen Zählerhaufen.

 Ach ich könnt so viel erzähle
z. B. von den rödermärker Genossen.
Die woll‘n heut im Bund die GroKo net wähle
oder von den Freie Demokraten,
die von Jamaika abgeraten.
Die AFD brauchen wir nicht
denn Alternativen sind immer in Sicht.
Allerdings alternativlos regiert die hiesige Macht,
die GroKo oder auch GrünKo(hl) genannt,
sie gewinnt gern jede Schlacht.
Diese schwarz-grüne Koalition,
wo der Schwanz mit dem Hunde wedelt,
beschert uns allerdings so manche Fehlinvestition,
so wird kurzerhand die Paramount-Ruine veredelt.

   Ich hab' für so was keinen Blick:
   Ich sag' nichts über Politik!
Der Roland Kern regiert seit Jahren
doch hab ich stets aufs Neu erfahren:
der Kerl treibt mit viel Geschick
sehr viel – nur keine Wirtschaftspolitik.
Es scheint, als sei von früh bis spät
das Folgende sein Stoßgebet:
Du lieber Gott lass nicht erkranken
mein Hirn mit allzu viel Gedanken,
die eine klare Richtung haben,
schenk mir statt aller andern Gaben
auch weiterhin die Fähigkeit,
dass ich im Zweifel nix entscheid‘
und abwart‘ bis kein Hahn mehr kräht,
Bis dahin ist es eh zu spät
die Dinge wirklich klar zu machen.
Ihr Leut‘ – das war’s ihr dürft gern lachen.

Noch eines zum Schluss und dann schnell ein Adieu,
bevor wir heimlaufen durch den Schnee.
Am Anfang sprach ich Liebe, Leben, Politik
fasse ich jetzt in meinen Blick.
Doch was soll ich von Lieb‘ erzählen,
da mich schon lange nicht mehr quälen
der Jugend Leid, der Jugend Scherzen,
mich plagen höchstens Rückenschmerzen.
Das Thema Liebe überlass ich andern
und werde daher weiter wandern,
bemüht in meines Dichtens Streben
es aufzufassen – ja – das Leben.
Das Leben – ja – das Leben – ja
das is‘ ja alles wunderbar.
Jedoch, wenn ich es recht bedenke,
was zählt im Leben…..aaah…die Getränke,
darin find ich schon wieder Trost,
in diesem Sinne noch mal: Prost.
 Ich werde langsam alt
für diesen unliebsamen Job
ich gehöre halt nicht mehr
zu den „Over the top“,
doch unsere Jugend stimmt mich froh.
Wir FREIE WÄHLER sind bereit für neue Taten
und wachsen immer weiter so.
Die Zukunft wird zeigen welche Daten,
bestimmen unsere Politik
mit erfahrenem Geschick.

Doch nun muss es geschehen
und ich sage es hier ganz  leise.
Es geht hier zu Ende
mit meiner narrenhaften Reise.
Jetzt ist wirklich Schluss
mit all diesem politischen Quatsch.
Ich gebe auf,
bei all diesem informellen Matsch.
Der Peter aus Orwisch
lässt hier nun das Reden sein.
Hebt Euer Glas und stoßt mit mir an
auf unseren fantastischen Verein.

FWR blicken zurück auf 2017

FWR Mitteilung 01.01.2018

Es ist kein Blick zurück im Zorn, eher ein Blick zurück mit Enttäuschung.
2017 hat Rödermark die große Chance auf einen Neustart mit dynamischen Zukunftsvisionen vertan und sich stattdessen ein „weiter so“ eingehandelt. Da war eine CDU, die ihren eigenen Bürgermeisterkandidaten aus wahltaktischen Gründen einfach fallen lies, was zu einer innerparteilichen Zerreißprobe wurde, die in der Niederlegung aller Ämter und Mandate der bisherigen Vorsitzenden des CDU Ortsverbandes ihren Gipfelpunkt fand. Und da war ein Bürgermeister, der eine erneute Kandidatur ausgeschlossen hatte, dann aber doch wieder antrat. Nicht, weil er glaubte, das wäre gut und vorteilhaft für Rödermark, sondern einzig und allein, um zu verhindern, dass beide Spitzenämter in Rödermark von der CDU gestellt werden könnten. 

 

Und so will er ja auch nur ein bisschen Bürgermeister bleiben bis zum 30.06.2019 – ja wenn er es sich nicht wieder anders überlegt, weil zu diesem Zeitpunkt die von ihm angestrebte Ämterverteilung zwischen den Parteien vielleicht nicht völlig sicher ist. Die Bürger zeigten, was sie davon hielten – gegenüber 2011 liefen dem  Bürgermeister die Wähler in Scharen davon. Dass es trotzdem ganz knapp für ihn reichte, hat die CDU zu vertreten und solche Bürger, die den CDU-Kandidaten nicht wählten weil sie sich nicht von der Frage der Kompetenz leiten ließen sondern von so schwerwiegenden Gründen wie :“der ist ja keiner von uns“ (kommt aus der angrenzenden Nachbargemeinde), „der ist ja geschieden“ oder „ den interessiert Rödermark gar nicht, der will nur Karriere machen“. Ein wahrlich unrühmliches Kapitel der Rödermärker Annalen, das aber während des Jahres seine Fortsetzung fand. Angesichts des für den bisherigen Bürgermeister trotz CDU-Unterstützung eher desaströsen Wahlergebnisses wollte der CDU-Fraktionsvorsitzende „die politische Landschaft in Rödermark neu bewerten“. Für diesen Prozess lud er die Oppositionsparteien zu Sondierungsgesprächen ein. Er muss wohl geradezu erschrocken gewesen sein über das Maß an Kongruenz der Programmpunkte der bürgerlichen Parteien, was problemlos in eine bürgerliche Koalition hätte münden können. Aber das war gar nicht das Ziel, es sollten nur AL/Die Grünen unter Druck gesetzt werden. So schmiedeten die bisherigen Koalitionäre eine angepasste Fortschreibung des Koalitionsvertrages ohne eine weitere Kontaktaufnahme mit anderen Parteien. Diese wurden von  dem Beschluss der Fortsetzung der schwarz/grünen Koalition erst zeitgleich mit der Presse unterrichtet. Machterhalt um jeden Preis war angesagt statt frischer Wind in Rödermark. Nicht die Sach-, nein die Personalpolitik ist entscheidend.
Man schaut zurück auf 2017 und fragt sich, was wurde in diesem Jahr erreicht? Da wird vor allem in der Erinnerung bleiben der Beschluss einer wiederkehrenden Straßenbeitragssatzung. Noch im Bürgermeisterwahlkampf wurde strikt verneint, dass dies auch Rödermark treffen werde. Nur der SPD Kandidat äußerte schon damals, dass dies unvermeidbar sei und wurde dafür öffentlich gerüffelt. Jetzt, nach der Wahl, haben wir sie. Die mehrfach in Bürgerversammlungen und im Parlament ohne wenn und aber versprochene Kompensation der Mehrkosten durch adequate Absenkung der schon vor Jahren nur für Straßensanierungen erhöhten Grundsteuer B wird plötzlich auf Betreiben von Schwarz/Grün von der Haushaltslage abhängig gemacht und damit wohl ein Wunschtraum bleiben.
Der Doppelhaushalt 2017/2018 sollte ja mit dem ausgeglichenen Haushalt 2018 das Meisterstück des Kämmerers und Bürgermeisters zum Ende seiner Wahlperiode in 2017 werden. Dass dafür nur die massiven Erhöhungen von Steuern und Gebühren in den letzten Jahren die Grundlage bildeten, blieb den meisten Bürgen verborgen. Ein ausgeglichener Haushalt 2018 war vertraglich vereinbarter Bestandteil des Schutzschirmvertrages mit dem Land Hessen. Da dies trotz der  starken Belastungen der Bürger im operativen Teil nicht erreicht werden konnte, wurde „Tafelsilber“ verscherbelt. Es wurden Rückstellungen und Beteiligungen aufgelöst, um das immer noch gegebene Defizit zu verschleiern. Dabei haben dem Bürgermeister alle Umstände kräftig geholfen, auf einen grünen Zweig zu kommen: boomende Konjunktur brachte hohe Gewerbesteuern, Gerichtsurteile erzwangen deutlich erhöhte Landeszuweisungen, gegen Null tendierende Zinsen reduzierten die Kosten von Kreditaufnahmen, der Schutzschirmvertrag reduzierte Schulden- und Zinslast, kräftige Griffe in die Taschen der Bürger wirkten sich deutlich auf der Einnahmeseite aus. Das alles aber reichte nicht, um der ungebremsten Ausgabenpolitik des Kämmerers standzuhalten.
Den FREIEN WÄHLERN wurde von dem CDU Fraktionsführer vorgeworfen, sie würden nur kritisieren, aber nichts einbringen. Richtig aber ist, dass es kein FWR-Antrag geschafft hat in einen Beschluss zu münden, weil die Koalition ungeachtet des Inhalts alles ablehnt, was von der Opposition kommt, aber gern mal geringfügige Änderungen vornimmt und das dann als eigenen Antrag feiert.  Das war so bei der Ausgangsinitiative für den späteren „Rödermarkplan“ (FWR-Antrag Stadtplanung) und bei den Anträgen zur Haushaltskonsolidierung unter dem Schutzschirm. Da rühmt sich die Koalition eines Antrages an der am stärksten frequentierten Kreuzung Rödermarks (B459/Mainzer Str.) einen Supermarkt zu platzieren mit Wohnbebauung darauf nur um den sinnvolleren FWR Antrag auf einen Supermarkt an der nur wenig frequentierten Kreuzung B459/Kapellenstr. mit Bürobebauung ablehnen zu können. Das ist mehr als enttäuschend, das ist entgegen Rödermärker Interessen.
Ende 2016 hatten sich die FREIEN WÄHLER im Parlament vehement für die Rücknahme der 2013 erfolgten Kürzung der Vereinsförderung stark gemacht, aber keinen Antrag gestellt, wohl wissend was dem beschieden gewesen wäre. Diesen Antrag stellte einen Tag später die Koalition und heftete sich stolz auch diesen Bonbon an die Brust. Der Bürgermeister verbreitete dann auch noch in Presse und Schreiben an die Vereine, dass die Stadt die Vereinsförderung „erhöht“ hätte, obwohl es sich um keine Erhöhung sondern die vom Parlament beschlossene Rücknahme einer Kürzung handelte.  Fake News oder Alternative Facts!
Da, wo die Koalition dringend hätte tätig werden müssen,  bei der Ausweisung zusätzlicher Gewerbegebiete, passierte nichts. Der CDU Fraktionsführer hat  erst kürzlich in der Presse verlauten lassen, dass 70  (SIEBZIG!!) Interessenten, die ihr Unternehmen in Rödermark ansiedeln wollten, zurückgewiesen werden mussten mangels geeigneter Gewerbeflächen. Dagegen wurden oder sollen noch mögliche Gewerbeflächen in Wohn-, Misch- und Urbane Gebiete umgewidmet werden. Auch hier wurde und wird gegen wohlverstandene Rödermärker Interessen gehandelt. Was bringt es Rödermark, wenn durch Zuzug die Einwohnerzahl erhöht wird, wenn keine Arbeitsplätze vor Ort geschaffen werden? Die Folge sind enorme Mehrkosten für Infrastruktur und Kinderbetreuung.
Bei der Bürgerbefragung zum Beginn des Leitbildprozesses haben weit mehr als die Hälfte aller Teilnehmer angegeben, die Stärkung des Wirtschaftsstandortes Rödermark sei die vordringlichste, wichtigste Aufgabe. Den Bürgerwillen tritt Schwarz/Grün seit Jahren mit Füßen – eine der großen Enttäuschungen 2017.
Rödermark leistet sich hohe Ausgaben  für kulturelle und soziale Zwecke, aber diese Geld muss erst verdient werden – diese Einsicht scheint offenbar nicht gegeben zu sein.
Enttäuschend ist aber auch, dass in diesem Umfeld die Unterstützung der vielen Rödermärker Vereine hintenansteht und auf sehr niedrigem Niveau mit teilweise fragwürdigen Regelungen gehalten wird. Diese Vereine übernehmen wichtige gesellschaftspolitische Aufgaben und entlasten damit vielfältig die Kommune von öffentlichen Aufgaben. Seit 2011 haben sich die Nettoeinnahmen der Kommune (nach Abführung aller Umlagen) verdoppelt, die Unterstützung der Vereine aber verharrt auf unverändert niedrigem Niveau und wird durch Beschlüsse wie die drastische und sachlich nicht zu begründende Anhebung der Badehausnutzungsgebühren für Vereine erneut auf kaltem Wege reduziert. Auch diese Entwicklung ist äußerst enttäuschend.
Es war kein gutes Jahr für Rödermark.  Es hätte schön werden können mit Aufbruchsstimmung und frischem Wind – allein dank der schwarz/grünen Koalition sollte es nicht sein. Die FREIEN WÄHLER werden diesen Umstand und die Erinnerung daran, wer dafür Verantwortung trägt, bei den Rödermärker Bürger/innen wach halten.